Findet die Kaffeepflanze nicht die optimalen Voraussetzungen zum Wachsen und Gedeihen, kann sie auch keine Früchte tragen, die geerntet werden können. Ein einfache Logik in der Pflanzenwelt, die aber beim Kaffeeanbau von sehr großer Bedeutung für den Geschmack jeder einzelnen Bohne sein kann. Im Kaffeegürtel, der sich rings um den gesamten Äquator befindet, wächst die Kaffeepflanze am besten. Die Konstellation aus optimaler Bodenbeschaffenheit, Nährstoffreichtum und klimatischer Begebenheiten ergeben in der Summe das perfekte Ergebnis. Selbst die Niederschlagsdauer und die Häufigkeit des Niederschlages und zu welcher Temperatur, wie viel Schatten und Sonne die Pflanze während des Reifungsprozesses abbekommt. Unzählige Faktoren müssen zusammenpassen, damit der perfekte Kaffee entstehen kann. Die Kaffeepflanze benötigt einen sehr nährstoffreichen Boden. Der PH-Wert beispielsweise, darf nicht weniger als den Wert sechs aufzeigen, denn leicht sauer muss der Boden sein für diese außerordentlichen pflanzen. Vulkanische Böden, wie sie in Äthiopien vorzufinden sind, mögen sie besonders gerne. Wie beim Weinanbau spricht man auch hierbei vom Terroir, der Bodenbeschaffenheit des Anbaugebietes. Die Kaffeesträucher selbst wachsen auf einer stattlichen Höhe von bis zu 3,5 Metern heran. Bei einer Niederschlagsmenge von rund 1500 bis 200 Liter pro Quadratmeter und bei leichtem Sonnenlicht, wachsen sie rasant an. Waldgärten und Hanglagen sind die Lieblingsplätze der Pflanzen. Die Früchte werden Kirschen genannt, da sie tatsächlich leuchtend rot strahlen und im Innern der Kirsche befindet sich schließlich die Bohne, der eigentliche Samen der Pflanze. Die Bohne, oder der Samen, besteht aus zwei Samen, also zwei Bohnen pro Kirsche, die später schließlich getrocknet und geröstet werden. Und in jeder einzelnen Bohne steckt und schmeckt der Kaffeegenießer das besondere Aroma des Kaffees und seiner Herkunft.