Das Grading bedeutet im Fachjargon bezüglich der Kaffeegüte nichts anderes, als die Klassifizierung des Rohkaffees im einzelnen. Jeder Kaffee und jede einzelne Kaffeesorte und Art bekommt so seine ganz eigene Einstufung und Sortierung nach der jeweiligen Güte der Bohnen. Hierbei spielen unterschiedliche Faktoren eine ganz wichtige Rolle, die dazu beitragen, dass der Kaffee sein Gütesiegel und damit auch sein so genanntes Grading erhält. So ist die Anbauhöhe beispielsweise ein wichtiger Indikator für die Güte des Kaffees. Denn desto höher, umso reiner und vollkommener die Bohne. Die Größe der einzelnen Bohne ist entscheidend und auch dem Anteil der defekten Bohnen. Die Aufbereitungsarten der Bohnen, die jeweiligen Bodenbeschaffenheiten der Anbaugebiete, oder Varietät. Auch sie spielen eine wesentliche Rolle, wobei dies eher der Güte des eigenen Geschmacks zugeordnet wird. Das Grading selbst findet in der Regel noch vor Ort auf der Kaffeeplantage oder auch auf speziellen Messen statt. Die Rohbohnen werden durch Experten und geschultem Fachpersonal begutachtet, unter die Lupe genommen und anschließend klassifiziert und eingestuft. Grade 1 würde bedeuten, dass keine Primärfehler vorhanden sind, Geschmack, Säure, Körper und Aroma müssen perfekt sein und der Feuchtigkeitsgehalt muss zwischen 9 und 13 Prozent liegen. Grade 2 ist fast identisch mit 1, nur wenig abweichend also vom Ideal. Die schlechteste Einstufung beim Grading wäre schließlich Grade 5, hier würden die Kaffeebohnen mit mehr als 86 Defekten aufgelistet sein. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten und es ist der Geschmack, der beim Kaffeegenuss schließlich zählt. Das Grading ist lediglich eine Klassifizierung der Güte einer Kaffeebohne- oder Ernte und sagt nicht immer etwas über den gewünschten Geschmack aus